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Themen: Adipositas, Übergewicht, Abnehmen mit und ohne Magenband

Magenband
 

 

Das Magenband

Adipositas, Übergewicht, Magenband, Doktor 1

Bei einem sehr starken Übergewicht spricht man auch von Adipositas oder krankhafter Fettsucht. (Ausführliche Informationen zur Gewichtsklassifikation gibt es hier...) Menschen mit krankhafter Fettleibigkeit haben eine beträchtlich kürzere Lebenserwartung als Menschen, die normalgewichtig sind.

Außerdem geht die Fettsucht mit diversen Begleiterkrankungen einher wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Herzschädigungen, Gelenkschäden, Gallensteinen und nicht zuletzt psychischen Problemen aufgrund des enormen gesellschaftlichen Drucks, dem diese Menschen ausgesetzt sind.

Daher versuchen die meisten adipösen Patienten ihr Gewicht zu reduzieren. Sind irgendwann alle konventionellen Therapien wie Diät, Bewegungstherapie, Psychotherapie und evtl. Hypnose ausgeschöpft und haben zu keinem dauerhaften Erfolg geführt, bleibt nur noch als letzter Ausweg die Adiopositaschirurgie, die auch langfristigen Erfolg verspricht.

Es gibt verschiedene Operationsmethoden und jeder Patient muss gemeinsam mit seinen Ärzten für sich herausfinden, welche Methode die für ihn geeignetste ist.

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Wie funktioniert das Magenband?

Mit Hilfe des Magenbandes soll die Nahrungsaufnahme und/oder die Absorption der Nahrung im Magen-Darm-Trakt eingeschränkt und ein längeres Sättigungsgefühl erreicht werden. Die Magenband-OP ist ein Eingriff, der die Aufnahme der Nahrung begrenzt, indem das Magenband um den oberen Teil des Magens gelegt wird.

Der Magen wird somit quasi in zwei Teile geteilt, wobei das Organ an sich bei dem Eingriff unverletzt bleibt. Mit der Zeit bildet sich dann ein kleiner Vormagen, der etwa 25 ml fasst.

Das Magenband selbst ist ein elastisches Silikonband, das mit einer Kochsalzlösung befüllt werden kann. An dem Band ist ein Schlauch befestigt, der zum Port, dem Injektionsreservoir, führt, welcher meistens im geraden Bauchmuskel implantiert wird und von außen mit Hilfe einer Spritze erreicht werden kann. Dadurch ist eine Verstellung des Magenbandes jederzeit möglich.

Nun gelangt die Nahrung zuerst in den Vormagen. Von diesem wandert die Nahrung dann durch die verstellbare Verengung in den Restmagen. Da der Vormagen sehr klein ist, stellt sich ziemlich schnell ein Sättigungsgefühl ein. Dadurch nimmt der Patient weniger Nahrung zu sich und nimmt in Folge dessen ab.

Die OP selbst wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert je nach Chirurg zwischen 30 und 120 Minuten. In ca. 95 % der Fälle wird sie laparoskopisch, also minimalinvasiv, durchgeführt. Laparoskopisch bedeutet, es sind nur 4-5 kleine Schnitte, kein großer Bauchschnitt nötig und daher weniger Komplikationen bei der Wundheilung zu befürchten!

Nach 2 - 6 Tagen wird man in der Regel aus dem Krankenhaus entlassen, nach 4 Wochen kann man sogar schon wieder Sport treiben! Die meisten Patienten haben nach der OP nur geringe Schmerzen (wenn überhaupt!), meist durch die Blähungen, die sich bis hoch in den Schulterbereich ziehen können, bedingt durch das Gas, mit dem während der OP der Bauchraum gefüllt wird, damit der Chirurg sich einen besseren Überblick verschaffen kann.

Das Magenband bleibt in der Regel lebenslänglich im Körper, obwohl der Eingriff an sich schon reversibel ist. Das Magenband wieder zu entfernen würde aber dem Sinn der OP widersprechen und führt in den allermeisten Fällen zu einer erneuten Gewichtszunahme.

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Mögliche Komplikationen:

Allgemeine:

  • Wie bei jeder OP kann letztlich sogar eine tödliche Komplikation eintreten, sie tritt aber äußerst selten auf.
  • Wie bei jedem Baucheingriff kann es zu Blutungen, Infektionen, Verletzungen von Organen, Narbenhernien, Lungenentzündungen, Thrombosen und Lungenembolien kommen.

Spezielle:

  • Durchfall nach der OP, Dehydration (Entwässerung), Obstruktion (Steckenbleiben von Nahrung), bei einer professionellen Nachbetreuung sollten diese Komplikationen aber weitest gehend ausgeschlossen werden können.
  • Infektion des Ports
  • Ein Leck des Verbindungsschaluches oder des Bandes könnte zur Gewichtszunahme führen. Das System müsste dann ausgetauscht werden. Kommt aber nur ganz selten vor!
  • Penetration des Bandes (langsames Durchwandern in die Magenhöhle). Dies ist eine Komplikation, die bei unprofessioneller Nachbetreuung, insbesondere durch zu starkes Auffüllen des Magenbandes, entsteht.


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Ist das Magenband für mich geeignet?

Folgende Mindestanforderungen müssen Sie erfüllen, um für die Magenband-OP in Frage zu kommen. Jeder Chirurg hat aber auch seine eigenen Entscheidungskriterien!

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Ihr BMI sollte über 40 liegen oder
  • Sie haben einen etwas geringeren BMI, aber bereits Folgeerkrankungen aufgrund Ihres Übergewichts wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Gelenkserkrankungen, Schlafappnoe...
  • Die konventionellen Methoden der Gewichtsreduktion haben bei Ihnen zu keinem dauerhaften Erfolg geführt.
  • Sie haben keine anderen Krankheiten, die gegen die OP sprechen.
  • Sie sind bereit, Ihre Essgewohnheiten komplett umzustellen und den Anordnungen Ihres behandelnden Chirurgen Folge zu leisten.

Ich selber habe mich seinerzeit für das Magenband entschieden. Meinen OP-Bericht habe ich ebenfalls eingestellt und meine persönlichen Erfahrungen mit dem Magenband können Sie in meinem Web-Tagebuch nachlesen!

 

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